Quedlinburg zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Im frühen Mittelalter war Quedlinburg die erste Hauptstadt im deutschen Reich und kann als Wiege Deutschlands gelten. Außergewöhnlich ist der Erhaltungszustand der mittelalterlichen Stadt mit über 1.300 Fachwerkbauten aus sechs Jahrhunderten. In der Altstadt sind über 800 Häuser heute Einzeldenkmale. 80% davon stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Mit mehr als 80 Hektar ist Quedlinburg eines der größten Flächendenkmale in Deutschland. 1994 wurde die Stadt von der UNESCO in die Liste „Welterbe der UNESCO“ aufgenommen. Den Höhepunkt der Stadt bildet die Stiftskirche mit dem Domschatz auf dem Schlossberg. Neben Aachen und Halberstadt war dies der wertvollste Kirchenschatz des Mittelalters. Sehenswert ist ebenfalls das alte Rathaus. Der Ständerbau (1346/47) in der Altstadt ist einer der ältesten Fachwerkbauten in Deutschland.
Einen malerischen Ausblick erhält man über die Stadt vom Münzenberg aus. Besonders sehenswert sind auch die Wipertikirche und ihre Krypta. Die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatii auf dem Schlossberg wird von der UNESCO als ein architektonisches Meisterwerk der Romantik angesehen. Hier ist der erste deutsche König, Heinrich I. (876 – 936), mit seiner Frau Mathilde (895 – 968) begraben.
Lohnend ist neben dem Ausflug in die Zeit des Mittelalters auch eine Besichtigung der Lyonel-Feininger-Galerie. Hier wird umfassend das Schaffen des Malers und Karikaturisten Lyonel Charles Adrian Feininger (1871 – 1956) in den Jahren von 1906 bis 1937 dokumentiert. Berühmt ist der Künstler für seine Gemälde von Kirchen und Dorfkernen des Weimarer Umlandes. Die Lyonel-Feininger-Galerie ist das einzige Feininger-Museum in Europa. Im 3. Reich galten seine Werke als „Entartete Kunst“, konnten aber von dem Quedlinburger Hermann Klumpp vor der Vernichtung bewahrt werden.
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