Das fächerförmige Wasserspiel im Rosengarten vor dem Regentenbau des weltberühmten Kurortes Bad Kissingen ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Zur Blütezeit entfaltet der Rosengarten mit dem betörenden Duft von tausenden Rosen und ihrer schillernden Farbenvielfalt eine unwiderstehliche Anziehungskraft. Bad Kissingen besitzt insgesamt die schönsten Gärten und Bauten der Region - möglicherweise sogar von ganz Bayern.
Bereits im 9. Jahrhundert sind die Heilquellen der Stadt nachgewiesen. Schon lange hatte Bad Kissingen einen Ruf als Heilort, bevor er im 19. Jahrhundert zu einem mondänen Badeort wurde. In der Tradition als Heilort stehen einige der renommierten Kliniken des bayerischen Staatsbades, wie etwa die Luitpoldklinik, das Sanatorium Uibeleisen oder die Klinik Heiligenfeld.
Im 19. Jahrhundert war Bad Kissingen ein beliebtes Reiseziel der höchsten Gesellschaftsschichten. Ludwig II. von Bayern (1845 – 1886) war hier oft zu Gast und erhob die Stadt 1883 zum Bad. Ebenfalls Sissi, die Kaiserin Elisabeth von Österreich (1837 – 1898), besuchte Bad Kissingen. Ein anderer berühmter, adliger Gast war Zar Alexander II. (1818 – 1881). Auf den Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck (1815 – 1898) wurde hier ein Anschlag verübt. In seiner damaligen Unterkunft befindet sich heute das Bismarck-Museum.
Die Entstehung des Rosengartens verdankt sich dem Engagement des Stadtmagistrats. Nach der königlichen Kurordnung waren den Bürgern ursprünglich die Kureinrichtungen verschlossen. Ende Mai 1913 sollte nach der Fertigstellung des Regentenbaus die Einweihung durch Ludwig III. erfolgen. Demonstrativ direkt gegenüber vom Regentenbau wurde der frei zugängliche Rosengarten angelegt, dessen Fertigstellung man genau zur Einweihung des Regentenbaus bewerkstelligte. Ludwig III. registrierte die Geste der Stadt wenig erfreut.
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